Die Papst AG (19) – Akkumulation des Kapitals
Es ging von Anfang an um Geld. Die Autoren des neuen Testaments haben mit der baldigen Wiederkunft Jesu gerechnet. Jedenfalls lassen sie ihn sagen: “Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft. Himmel und Erde werden vergehen … Hütet euch vor aller Habgier… Ihr sollt euch keine Schätze sammeln auf Erden… das Himmelreich ist nah. Und so rechnete die erste Gemeinde auch mit dem baldigen Weltende.In der Apostelgeschichte wird die erste finanzielle Transaktion so beschrieben: ” Die da Äcker oder Häuser hatten, die verkauften sie und brachten das Geld zu den Aposteln.” Die Eheleute Ananias und Saphira mussten sterben, weil sie einen Acker verkauften, aber nur einen Teil des Erlöses ablieferten. Nach dem Verkauf ihrer Habe leben die Mitglieder der Gemeinde von Einstandsgeldern neuer Mitglieder. So was geht schon mathematisch nicht gut und so geriet die Gemeinde alsbald in Geldnot. Ein typisches Schneeballsystem. Die entstehende Kirche ging dazu über, gestifteten Grundbesitz zu behalten und zu mehren. Die Papstchroniken melden: “Jahr 224, Papst Urban I. hat gesetzt, dass die Kirche liegende Güter sowie Grund und Boden von den Gläubigen nehmen darf.” Um 300. In Alexandria residiert ein Oberbischof, dem rund 100 Bistümer in Nordafrika unterstanden. Gab es zwei Anwärter auf den Hirtenstuhl, lieferten sich die Anhänger Straßenkämpfe. Um 300. Der Bischof von Rom gebietet in Italien ebenfalls über rund hundert Bischofssitze. 60 Jahre später begehren zwei …
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